Grüne Männchen am Kienstein

Das Garmischer Land gleicht dieser Tage einer Festung: Autobahn von München dorthin gesperrt, grüne und blaue Männchen hinter jedem Busch und Baum, permanente Luftraumüberwachung durch lärmende Helikopter. Schließlich wollen Merkel, Obama und Co. ihre Ruhe haben da oben auf Schloss Elmau, wenn sie gesiebengipfeln, Ruhe vor den bösen Demonstranten, denen es stinkt, dass ihnen mit Hilfe ihrer Steuergelder der Zugang zum schönen Schloss und Umgebung verwehrt werden soll, damit die da oben auch ja nix mitkriegen vom Unmut des Volkes, das überraschenderweise was hat gegen Nix-Tun und Selbst-Beweihräucherung…

Kathi, Roland, Thomas und mir hat man wenigstens nicht den Zugang nach Kochel verwehrt (das schon gefährlich nahe an Schloss Elmau ist!), wenngleich uns ein grünes, schwitzendes, nach billigem Aftershave riechendes Männchen an einer Straßenkreuzug erklärte, dass hinter Kochel für uns kein Weiterkommen wäre. Wir nahmen das gelassen hin, denn denn wir wollten nur zum Kiensteineinem Felsen, der hoch oberhalb des Sees thront und der wirklich wunderbare Sportkletterrouten zu bieten hat. Der Tag versprach sehr warm zu werden, und wir waren dankbar für den kühlen Wald, der uns den Zustieg von ca. 40 Minuten erträglich machte.

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Kochel: Kienstein

Hi climbers,

gestern waren wir zu viert zum Sportklettern am Kienstein in Kochel – Valentin, Jan, Thomas und ich. Spät in München losgefahren (14:30), aber momentan ist es ja maximal lange hell. Die Baustellen auf der Garmischer Autobahn nervten etwas, Stau hatten wir aber nicht. Schon von der Autobahn kann man den Kienstein erkennen, eine dreieckige Felswand, die aus dem Wald oberhalb von Kochel ragt. Der Zustieg vom Parkplatz am See aus (gegenüber der Firma Dorst auf der Straße Richtung Kesselberg) dauert gut 30 bis 40 Minuten, was den meisten wohl zu viel ist – wir waren dort oben völlig allein. Das mag auch an den gebotenen Routen und deren Schwierigkeitsgrade liegen: Am Kienstein gibt’s nix unter 6+, das meiste ab „7+“ und höher. Ist ja nicht so, dass es keine Kletterer gibt, die diese Schwierigkeitsgrade meistern, aber viele wollen eben aus dem Auto fallen und sofort zum Klettern beginnen können.
Sonnenuntergang hinter'm Kochelsee

Sonnenuntergang hinter’m Kochelsee

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Drei Sportklettergebiete mit Südausrichtung in drei Tagen

Hi climbers,

hab’s bei diesem grandiosen Wetter tatsächlich geschafft, drei Tage hintereinander in drei verschiedene Sportklettergebiete rund um München zu fahren. Freitag morgen wollte ich – mangels Seilpartner – ausschlafen und lag noch im Bett, da klingelte das Telefon und Manu rief an. Sie hätte frei und ob ich Lust und Zeit… logn! Wir fuhren an die „Zellerwand“ nahe Marquardtstein, eine ausgedehnte Wand mit Süd-Ausrichtung, ca. 100 km von München Weg bis zum Chiemsee und von da Richtung Marquardtstein. Topos und Routen gibts im Führer „Out of Rosenheim“ (alt), jetzt im 1. Band, nachdem der Autor Markus Stadler zwei Bände draus gemacht hatte (einmal €30 = €30, 2x €30 = :-D ). Kurzer Zustieg (ca. 25 min) vom Parkplatz am Campingplatz Zeller See aus. Eine tolle Wand mit mehreren Sektoren und überwiegend gutem Fels (trotzdem lohnt es sich immer wieder, verdächtige Brocken abzuklopfen – man weiß ja nie). Viele der Routen sind richtig lang, 20 und mehr Meter, ein 60 Meter Seil ist anzuraten. Von den Schwierigkeitsgraden her recht ausgewogen, die meisten Routen sind im 7er-Bereich, aber auch 5er und 6er gibt es, und schwerere sowieso. Ein paar Routen waren gesperrt wegen brütender Vögel, und tatsächlich kreiste ein Kohlrabe unablässig über unseren Köpfen und schimpfte runter.
Auf dem Weg zum "Ramserer Stoa"

Auf dem Weg zum „Ramserer Stoa“

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