4. Adventsklettern: Urlkopf

Urlkopf, „Vive la France“ (8), 110 m, mit Holger. 4 SL, 7, 7+, 8, 7.

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Am vierten Advent klettern, und das in einer Mehrseillängentour. Es ging an den Urlkopf bei Lofer, Südwand. Mit dem Auto auf die Loferer Alm, wir setzten uns einfach über das Verbot (Schild) hinweg, welches das Befahren der Straße im Winter untersagt. An der Mautstelle, Kostenpunkt normalerweise 8,5€, war keine Schranke, also einfach weitergefahren bis zur Skipiste. Die Besatzung der Pistenraupe schaute so seltsam, als wir auftauchten, also drehten wir um und ließen die Karre eine Biegung weiter unten stehen. Aufstieg zum Urlkopf dadurch ein bischen länger als normal, aber dafür mit echter Kunstschneepistenquerung.

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Am Kopf der Wand schon schönste Sonne, wir seilten 2x ab (wobei ich es erneut schaffte, den 2. Abseilstand zu übersehen und einen Stand der „Chef“ (8) nehmen musste). Unten angekommen – der Wandfuß schneefrei – mussten wir feststellen, dass unsere bevorzugte Tour, „Bayrisch Creme“ (7+) schon belegt war. Also schwenkten wir kurzerhand um auf die Route „Vive la France“ (8).

1. SL genialer, schräg verlaufender Riss, kraftig und pumpig, gut zu klettern. 2. SL plattig, sehr schön. 3. SL: bei der 8- Stelle gehangen, leider, plattig an Löchern hoch, nicht viel zum Treten da. Nach einer leichteren Passage die 8er Stelle oben an einem Bauch. Erst ein Untergriff, hoch antreten, dann rechts um die Ecke ein noch ganz guter Piazzgriff. Dann echt nix mehr zum Treten, ein paar Dullen. Rechts rüberzittern, dort zwei kleine Seitleisten, in line der Linie oben wieder ein guter Griff, ne Zange. Aber bis dahin… Ein paar Anläufe gebraucht. Schöner Abschluss dann mit glatter Platte. Tolle SL. 4. SL dann an Wasserrillen hoch, dann gestuftes Gelände. Man kommt nur ein paar Meter rechts vom Rucksackdepot raus.

Absicherung der Route: gut, aber sicher nicht übertrieben, an ein paar Stellen waren die Bolts etwas herausfordernd gesetzt … das hätte man ein paar cm weiter unten gemütlicher clippen können.

Um 14:10 wieder oben, die Sonne war grad noch über den gegenüber liegenden Bergen. Gegen 15:00 verschwand sie hinter dem Großen Rothorn, und wir verschwanden auch, denn es wurde schlagartig zapfig. Kurze Klettertour – aber jeder Meter hat sich gelohnt.

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