Paula, oh Paula…

Hi climbers,

vorgestern erneut einen Traumtag (28° im Tal, stabiles Wetter) genutzt und mit Alfred an der Reiteralpe am „Übeleck“ nahe Schneizlreuth eine „Brüderl & Amann“-Tour gegangen:

Paulas neue Welt„, 6+ (6+ obl), 15 SL, 540m, 6h gebraucht, abseilen; parallel zur „Toni“, die durch kompakte Platten (8+/9- 7+ obl.) geht. Sehr einsame Gegend da. Zustieg 1,5 h, anstrengend, teilweise kaum erkennbarer Pfad und dann überhaupt durch Kraut & Wasserrinne. Wildes Ambiente oben. Sechs Stunden Kletterei, 15 Seillängen, wobei die ersten vier SL oder so durch einen wenig lohnenden Vorbau gehen.

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Die ersten Längen kann man sich getrost sparen und direkt aufsteigen, über einen Umweg links herum (mit Fixseil). Ab dem „50-Meter-Wandl“ wird’s super: rauhe Platten, viele Piazzschuppen, kaum echt schwere Stellen, herrliche Seillängen, gut eingebohrt (aber nicht übertrieben, durchaus mal weite Hakenabstände). Maximal 6+. Ausdauer braucht man ein bissl. Links davon geht die „Toni“ deutlich schwerer über die kompakten Platten (eine Stelle 8+/9-, mehrere Stellen 7+). Insgesamt eine lange Unternehmung. Abseilen von oben, kein Problem im Steilen, aber besser nicht über den Vorbau!! Außenrumgehen über das Grasband und an dem Fixseil runter (wie auch erst rauf, spart man sich den drögen Vorbau) ist wohl deutlich besser. Wir haben uns ganz schön verhauen bei der Abseilerei unten jedenfalls (und landeten bei einem Stand  einer neuen Route links von Paula und Toni (EDel, 7+, 2015 eingebohrt, keine weiteren Infos)). Insgesamt ein tolles Erlebnis. Auch wenn’s dem Alfred, mit dem ich unterwegs war, zwischendurch ganz schön übel war am Übeleck… Trotzdem durchgezogen, Respekt.

Ach, und irgendwie hatte ich während des Kletterns immer die Melodie davon im Kopf: https://www.youtube.com/watch?v=GrTfHTv9dtI

🙂

Ein paar Links zur Paula:

Noch ein paar Worte zum Zustieg:

kaum erkennbares Waldpfaderl hoch zum "Mittersteig"

kaum erkennbares Waldpfaderl hoch zum „Mittersteig“

nach dem Steiglein, welches auf den „Mittersteig“ bei 900 mNN führt, dem Mittersteig nach rechts folgen; der „Steig“ unterscheidet sich kaum von dem Weg vorher, ist kaum begangen; unbedingt so lange folgen bis die Rinne, die vom Übeleck herabzieht, kommt, diese überqueren und nach ca. 100 m einen fast noch unscheinbareren Weg nach oben nehmen (Rotpunkt-Markierung direkt am Abzweig und danach rote Punkte auf Felsen und Bäumen). Der Weg endet nach ca. 30 Minuten an einer Wand (letzter roter Punkt), und man verlässt den Wald nach links schräg hoch Richtung Übeleck

Diese vom Übeleck kommende Rinne nach rechts queren (die letzten 100 hm oder so steigt man in ihr auf)

Diese vom Übeleck kommende Rinne nach rechts queren (die letzten 100 hm oder so steigt man in ihr auf)

(mit seinen drei Pfeilern) buchstäblich durch Kraut & Rüben, ein Weg ist da nicht mehr erkennbar (sich am besten ab hier den Weg merken und später genauso wieder hinunter);  schräg hoch bis zur Rinne (die man weit unten schon überquert hat), an geeigneter Stelle in die Rinne hinein und nochmal ca. 20 Minuten aufsteigen; die „Paula“ ist mit nur noch schwach lesbaren Buchstaben und einem roten Punkt an der linken Seite an einer Wand angeschrieben.

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Einstieg Paula

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Paula, erste Seillänge

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Das 50-Meter-Wandl nach dem Schrofenvorbau

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Alfred

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schöne Platten

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Immer wieder Schuppen und Verschneidungen; die Nässe hat nicht groß gestört

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Wildes, einsames Ambiente

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selbst oben nochmal tolle Schuppen

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Letzter Stand mit Wandbuch

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Alfred: kurzzeitig war ihm übel am Übeleck, aber da lacht er wieder

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Die Ersten in 2016!

Kuriosum: in der Rinne liegt diese Eisenplatte, wohl hundert Kilo schwer, wahrscheinlich von einem Alienraumschiff

Kuriosum: in der Rinne liegt diese Eisenplatte, wohl hundert Kilo schwer, wahrscheinlich von einem Alienraumschiff

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