Kaiser-Dreierlei

Drei Tage frei – Pascal und ich beschließen, zum Klettern in den Wilden Kaiser zu fahren. Wir starten gemütlich am Freitag um 8:15 in München und landen in Scheffau/Tirol, wo wir das Auto am Parkplatz beim Jägerwirt abstellen. Der Weg zum Wasserfall (ca. eine Stunde) ist mir schon vertraut, schließlich konnte ich hier oben schon einige Touren gehen: „König der Löwen“ und „Kunterbunt“ am Treffauer; „Sonneck Pfeiler“, „Blue Moon“, „Delicatessen“ und „Hazo Fantastica“ am Sonneck / Kopfkraxen.

Wir wollen die „Schee Long“ an der Südwand des Sonnecks machen, doch recht schnell ist klar, dass diese Tour in den von unten gut einsehbaren Schlüsselpassagen – 3. und 4. Seillänge immerhin 8 und 7+ – ziemlich nass ist.

2015-06-26_Klettern_Kaiser_Pascal_06

Herrliche Kaiser-Platten

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Grüne Männchen am Kienstein

Das Garmischer Land gleicht dieser Tage einer Festung: Autobahn von München dorthin gesperrt, grüne und blaue Männchen hinter jedem Busch und Baum, permanente Luftraumüberwachung durch lärmende Helikopter. Schließlich wollen Merkel, Obama und Co. ihre Ruhe haben da oben auf Schloss Elmau, wenn sie gesiebengipfeln, Ruhe vor den bösen Demonstranten, denen es stinkt, dass ihnen mit Hilfe ihrer Steuergelder der Zugang zum schönen Schloss und Umgebung verwehrt werden soll, damit die da oben auch ja nix mitkriegen vom Unmut des Volkes, das überraschenderweise was hat gegen Nix-Tun und Selbst-Beweihräucherung…

Kathi, Roland, Thomas und mir hat man wenigstens nicht den Zugang nach Kochel verwehrt (das schon gefährlich nahe an Schloss Elmau ist!), wenngleich uns ein grünes, schwitzendes, nach billigem Aftershave riechendes Männchen an einer Straßenkreuzug erklärte, dass hinter Kochel für uns kein Weiterkommen wäre. Wir nahmen das gelassen hin, denn denn wir wollten nur zum Kiensteineinem Felsen, der hoch oberhalb des Sees thront und der wirklich wunderbare Sportkletterrouten zu bieten hat. Der Tag versprach sehr warm zu werden, und wir waren dankbar für den kühlen Wald, der uns den Zustieg von ca. 40 Minuten erträglich machte.

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